CDU unterstützt Profitgier der Unternehmer
Der Kreisvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft
für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) Peter
Reinhardt erklärt:
"Führende Unionspolitiker und Vertreter
der Unternehmensverbände, die lautstark einer
flächendeckenden Verlängerung der Arbeitszeit
das Wort reden, wollen eine politische Wende
zurück in die 50iger Jahre. Die Forderung nach
einer pauschalen Verlängerung der Wochenarbeitszeit
ist eine schallende Ohrfeige in das Gesicht
von fast 5 Millionen Arbeitslosen. Die CDU nimmt
denjenigen, die keine Arbeit haben, jede Chance
auf eine neue Beschäftigung. Sie zementiert
damit die anhaltende Massenarbeitslosigkeit.
Die Spaltung von Arbeitsplatzinhabern und Arbeitslosen
wird weiter vertieft.
Bereits heute geben die bestehenden Tarifverträge
den Tarifparteien genügend Spielraum für intelligente
Arbeitszeitmodelle und für Mehrarbeit. 7 Tage-Woche
und Überstunden sind an der Tagesordnung. Experten
rechnen in diesem Jahr mit mindestens 1,6 Milliarden
Überstunden. Im Schnitt kommt damit jeder Arbeitnehmer
auf 47,1 Überstunden pro Jahr.
Das Ziel der CDU, als Steigbügelhalter
der Interessensverbände der Wirtschaft,
ist hier den Profit massiv weiter zu steigern,
die Löhne massiv zu senken und zurück
zur 40 - Stunden - Woche und zu unbezahlter
Mehrarbeit zu kommen. Das heißt, die
Verdummung der Allgemeinheit wird bewusst in
Kauf genommen, da die Arbeitslosenzahlen weiter
unaufhaltsam ansteigen und die Gewinne der Unternehmen
noch rasanter anwachsen als bisher.
Vertreter von Union und Wirtschaftsverbänden
versteigen sich sogar darauf, Feiertage nicht
mehr zu bezahlen, sondern auf den Urlaub anzurechnen.
Danach müsste es dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein
doch wesentlich besser gehen als dem in Bayern.
Haben wir hier im Norden doch schließlich nur
9 gesetzliche Feiertage, die Bayern dagegen
13.
Die CDU will mit ihrer Forderung nach betrieblichen
Bündnissen für Arbeit die Axt an den Flächentarif
anlegen und die Beschäftigten der Willkür der
Bosse aussetzen. Das ist mit der SPD nicht zu
machen.
Die Forderung nach Senkung der Löhne und Gehälter
greift zu kurz. Sie ist unzeitgemäß, wirklichkeitsfremd
und wird der höchst unterschiedlichen und ständigen
Veränderungen ausgesetzten betrieblichen Wirklichkeit
nicht gerecht. Sie dient den Betonköpfen von
Unternehmensseite nur dazu, von einem Versagen
und ihrer Gier nach ständig höheren eigenem
Einkommen abzulenken.
Dreist ist dabei der Versuch der CDU, die
Ursachen der Massenarbeitslosigkeit allein der
Bundesregierung anzulasten."